Ghana Reisen Spirituelle Selbstfindungsreise in Westafrika

Wer hätte das gedacht? Meine Reise nach Ghana hat sich zu einer wahren Selbstfindungsreise entpuppt.

 

Klar, mir war bewusst, dass mein erster Trip nach Afrika eine ganz besondere Erfahrung werden wird. 

Trotzdem war ich erstaunt, wie oft ich auf Spirituelle Weisheiten und Traditionen getroffen bin. Bedenkt man, dass die Wurzel der Menschheit in Afrika liegt, ist die tiefe Verbindung zur Spiritualität und Natur vermutlich kein Wunder. 

Viele Ghanaen glauben an unterschiedliche traditionelle Religionen.

Diese werden häufig über Generationen weitergegeben und beinhalten viele spirituellen Elementen.

 

Kojo, der Vater meiner Kinder, gehört zu dem Ashanti Tribe. 

Er war schon immer ein sehr stolzer Ashanti, der viel über seine Kultur und seine Ancestor wusste. 

Manchmal saßen wir, mit Freunden stundenlang unter einem Mangobaum und haben über die Welt und das Leben geredet. Ich kann mich noch an einige magische Momente erinnern, bei denen ich völlig überwältigt von den Geschichten und Erkenntnissen war.

 

 

Neuling in Westafrika

 

Auf dem Weg zu der Tomaten/Chili Farm meiner Schwiegermutter Adwoa, erzählte mir Kojo eine Geschichte, die mich bis heute begleitet. 

Es war früh morgens um 5.00 Uhr und wir hatten einen Fußweg von 10 km in der offenen Hitze vor uns. Für mich als Neuling in Ghana, war der abgeschiedene Weg in der Westafrikanischen Sonne, eine echte Herausforderung. 

Meine Füße brannten vor Schmerzen und winzige Mücken verfolgten mich auf Schritt und Tritt. Für Adwoa war der Weg, trotz ihres stolzen alters, ein Katzensprung. 

Mit ihren drahtigen Körper war sie eine richtige  Ashanti Farmerin mit Herz und Seele.

 

 

Spirituelle Heiler aus dem Urwald

 

An einer kleinen Kreuzung erzählte mir Kojo dann von einer entfernten Tante. 

Damals als junges Mädchen haben sie Zwerge, die Kojo Drafts nannte, an dieser Kreuzung entführt. Nach einigen Jahren kam sie dann verwirrt zurück ins Dorf. 

Für die Menschen im Dorf, war dies aber nichts unheimliches.

Sie kannten die kleinen Zwerge und glaubten, dass die Drafts tief im Urwald wohnen.

Laut Erzählungen tragen sie lange Zöpfe, ähnlich wie Dreads und können sich unsichtbar machen. Dennoch werden die Drafts als friedliche Wesen bezeichnet, die nur gute Absichten haben. 

Die Menschen im Dorf sagen sogar, dass Kinder die zu viel Angst haben, von den Drafts wieder zurück in die Familie gebracht werden. 

Die Jungen und Mädchen, die aber viele Jahre mit den Drafts im Urwald verbringen, kommen als spirituelle Heile wieder zurück.

Sie werden im Dorf hoch angesehen, da sie unvergleichbares Wissen mitbringen und

ihnen das Heilen und Manifestieren gelehrt wurde. 

Sie haben eine besondere Ausbildung hinter sich gebracht und werden daher auch als „Akomfos“ bezeichnet.

Der Akomfo trägt dann auch wie die Drafts lange Zöpfe mit Muscheln eingearbeitet. 

Sie wandern zwischen den Welten und vermitteln spirituelles Wissen.

 

 

Wendepunkt meiner Ghana Reise

 

Nach dieser Geschichte musste ich erst mal schlucken. Ganz schön abgefahren! 

Dieser Moment, war wie viele andere, ein Wendepunkte während meiner Ghana Reise. Mein Weltbild hat sich verändert. Nach und nach verstand ich, dass die Spiritualität in Ghana frei ist und keine Grenzen im Denken hat.

 

Am Ende meiner Reise bekam ich das Gefühl, tief in die Seele Ghanas eingetaucht zu sein. Bis heute bin ich dankbar für diese Eindrücke!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Super Story (Freitag, 08 Mai 2020 12:22)

    Das ist mal was anderes, historische Geschichte, gut eingepackt!